Was Käsekuchen mit Deinem Onlinemarketing zu tun hat.

Wenn wir in unserem Tennisverein Freiwillige für ein Kuchenbuffet brauchen, dann nutze ich immer eine kleine, aber sehr feine Kommunikationsweisheit, um erst den Tisch und dann unsere Bäuche voll zu bekommen. Welche das ist und wie Du damit auch Deine Onlinetexte optimieren kannst? Here we go…

Die Gemeinheit mit der Allgemeinheit.

Nur wer Leute anspricht, kann Leute ansprechen. Ta-dah. Das ist alles. Die ganze Message dieses Blogbeitrags. Und sie klingt genauso einfach wie einleuchtend. In der Praxis allerdings tappen wir doch immer wieder oft in die Allgemeinheits-Falle. Was mich mit einem Schlag (hehe) wieder zu meinem Tennisclub bringt. Es ist zwar gerade weder die Zeit für Tennis, noch für Kuchenbuffets, aber was im TC Krauchenwies funktioniert, funktioniert für Deine Webseitentexte mindestens genauso gut. Also: Wenn ich für eine Tennisveranstaltung auf der Suche nach Freiwilligen bin, habe ich zwei Möglichkeiten. Möglichkeit Nummer 1: Ich schreibe eine WhatsApp in eine unserer Gruppen und frage die Mitglieder, wer einen Kuchen für nächsten Sonntag machen kann.
Ich brauche keine Glaskugel, um vorherzusagen, dass ich mit maximal 2 Antworten rechnen kann. Gut für die Figur, blöd fürs Buffet.


Die Chance auf Erfolg schwindet übrigens proportional zur Größe der Gruppe. Denn in einer großen Gruppe kann man als einzelne Person wunderbar in der Masse untertauchen – „ach, die Katrin fragt gerade alle 115 Leute. Da wird sich schon wer melden und bestimmt wird sie in Käsekuchen und Schlagsahne untergehen…“

Die Leserschaft als Gruppe? Gibts nur in Deinem Kopf.

Ganz genau so ist das mit Deinen Onlinetexten. Wenn Du mit ihnen etwas erreichen möchtest (und ich wette, das möchtest Du), dann ist es absolut nicht hilfreich, wenn Du Deinen Leser oder Deine Leserin in der Versenkung einer Gruppen-Ansprache verschwinden lässt.
Davon mal ganz abgesehen: Diese Gruppe, an die Du Dich wendest, existiert auf der anderen Seite Deines Textes gar nicht. Denn die Person, die Deine Webseite besucht, Deinen Blogbeitrag liest (Huhu, übrigens!) oder Dein Video ansieht, ist in den allermeisten Fällen in diesem Moment allein vor dem Rechner, Handy oder Tablet.
Und selbst wenn nicht: Wenn Du Dich in Deinem Text an alle und jeden richtest, kann sich niemand persönlich angesprochen fühlen. Das liegt in der Natur der Sache. Was lernen wir nun daraus? Wenn ich Käsekuchen oder einen Kartoffelsalat brauche, spreche ich einzelne Menschen direkt an. Ich frage sie einfach, ob sie für Sonntag einen Kuchen machen können. Nein sagen können sie ja dann immer noch. Tun sie aber in den meisten Fällen nicht, wenn ich lieb frage. Und hey, wenn es um Kuchen geht, kann ich ziemlich überzeugend sein.