Alle mal herhören: Clubhouse Profi(l)-Tipps.

Es ist gerade in aller Munde und Ohren – und als ausgemachte Kommunikationsfans haben wir uns natürlich in den letzten Wochen auch auf der Social Media Plattform Clubhouse umgehört. Klar: Eine App, bei der fröhlich kommuniziert und interagiert wird, live, ungefiltert und echt – das stößt bei uns auf offene Ohren und Türen. Außerdem haben ja bekanntlich die Friseure geschlossen und irgendwo müssen wir uns schließlich zum Quatschen treffen. 

Mehr als ein Friseurersatz: Austausch auf Clubhouse

Weil Clubhouse aber mehr als spontanes Geblubber und netter Smalltalk ist und uns Selbstständigen und Personenmarken eine wunderbare Bühne für Expertise, kluge Dialoge und ein kommunikatives Miteinander mit unseren Freunden, Fans und Kollegen bietet, bekommt es ab sofort einen festen Platz in unseren Herzen und unserem Kalender (zum Beispiel donnerstags um 21 Uhr). Warum ich neuerdings von mir in der ersten Person Plural spreche? Weil ich den künftigen Donnerstags-Talk auf Clubhouse nicht allein moderiere, sondern mit zwei coolen und echten Profis: der Rhetorik- und Kommunikationstrainerin Ariane Willikonsky und dem Technik-Experten und Clubhause-Profi Philipp Sterzinger. Kommunikation hoch drei, also.

Profi(l) zeigen hilft! Auch Deinem Business

Am zweiten Donnerstag im Monat machen wir den Profi(l)-Check und im Februar haben wir uns zum ersten Mal die Clubhouse Profile der Zuhörer angesehen. Unsere spontanen Inputs wollen wir Dir selbstverständlich nicht vorenthalten. Wenn Du Clubhouse ­– zum Beispiel als Beraterin, Trainer, Coach oder Soloselbstständige*r – auch für Dein Business nutzen möchtest und Dich fragst wie Du Dich professionell auf Clubhouse präsentieren kannst, hier schon mal ein paar Warm-up Tipps für das ideale Clubhouse Profil:

Pimp your profile: Clubhouse Tipps für Selbstständige

  • Sag uns doch bitte einfach gleich was Du tust – und für wen (Die ersten 3 Zeilen Deines Profils werden gesehen und müssen Laune machen)
  • Zeig nicht nur Dein Business, sondern auch den Menschen dahinter. Dich.
  • Verwende Bilder sparsam und gezielt (sowohl Sprachbilder als auch Emoijs)
  • Fokussiere Dich auf einen Inhalt bzw. eine Zielgruppe
  • Wechsle Deine Profile je nach Raum und Schwerpunkt, wenn Du mehrere unterschiedliche Zielgruppen ansprichst und vielseitig aktiv bist
  • Verlinke Dein Instagram Profil (es sei denn Du bist dort nicht aktiv oder es ist einfach nur gruselig)
  • Zeig Dich, ja auch im Bild
  • Strukturiere lange Texte mit Überschriften, Absätzen oder unterschiedlichen Schriftarten. Aber auch hier bitte nicht alles auspacken, was das Internet zu bieten hat
  • Nutze die Redneruhr von Ariane Willikonsky, um nichts Wichtiges zu vergessen.
  • Setze einen Call to Action ans Ende, d.h sag uns doch bitte, was wir als Nächstes tun können. 

Du hast Fragen? Wir sind ganz Ohr.

Das war Dir jetzt zu theoretisch? Dann komm jeden zweiten Donnerstag im Monat gerne auf die Bühne und zeig uns Dein Profil. Gemeinsam können wir es noch etwas schärfen, damit es dann auf Clubhouse für Dich einen richtig guten Job macht. Kontakte knüpfen, zum Beispiel. In diesem Sinne: Wir freuen uns auf Dich.

Du findest uns unter Kommunikation hoch 3, übrigens auch jeden anderen Donnerstag um 21.00 Uhr. Immer geht es dabei um erfolgreiche Kommunikation, mal liegt der Fokus dabei eher auf verbaler Kommunikation, mal auf Deinen Texten und mal auf authentischen Auftreten. Und immer auf einem spannenden Austausch auf Augenhöhe und wertvollen Inputs. Wir freuen und hören uns!

Die Redneruhr von Ariane kannst Du übrigens hier downloaden: https://rhetorik-masterclass.de/die-redneruhr/

Rechtschreibung im Business: Ist das noch gut oder kann das weg?

Brauchen wir Selbstständige in unser lockerflockigen Onlinekommunikation eigentlich noch Rechtschreibregeln und Zeichensetzung oder können beide – zusammen mit Disketten, Modems und der angestaubten sehr verehrte:r-Anrede in die Mottenkiste?

Schöne lässige Arbeitswelt

Das Internet ist schon ein fantastischer Ort, um zu arbeiten. Ein bisschen wie damals in der Werbeagentur, nur ohne Tischkicker: Es ist zwanglos. Es ist lässig. Jeden Tag ist Casual Friday. Hier wird geduzt, gelacht und gearbeitet. Online schmieden wir Pläne und Allianzen, finden Freunde, Follower, Kooperationspartner und Kunden. Das Internet ist für viele Unternehmen und Unternehmer Business und Pleasure zugleich. Die Grenzen sind oft fließend oder weggewischt- ist das noch Vergnügen oder schon Arbeit?

Die Textqualität ist wie rote Bete

Für uns Selbstständige, die zum Beispiel als Trainer, Beraterin oder Coach persönlich untrennbar mit ihrem Angebot verbunden sind, ist es nicht einfach, diese Grenze zu ziehen. Aber das müssen wir auch nicht. Wir stehen und schreiben in der digitalen Welt immer auch für unser Business, manchmal in und manchmal zwischen den Zeilen. Oder anders ausgedrückt (und damit endlich beim Thema): Die Qualität unserer Beiträge färbt auf die Qualität unserer Arbeit ab wie rote Bete auf ein Schneidebrett.

Deshalb empfinde ich eine korrekte Rechtschreibung und Zeichensetzung, auch in Onlinetexten, nicht als netten Bonus, sondern als unverzichtbar. Denn mal ehrlich: Wer sich Qualität, Sorgfalt, Liebe zum Detail (oder zum Kunden) und/oder Präzision auf die Fahnen geschrieben hat, dann aber genau diese Attribute in seinem Onlineauftritt vermissen lässt, wirkt nicht unbedingt glaubwürdig. Die naheliegende Schlussfolgerung: Wenn die hier schon so schludert, macht sie das bestimmt sonst auch. Profis? Arbeiten anders.

Vertippen ist menschlich. Wertschätzung aber auch

Aber hey, wir sind alle Menschen und machen Fehler, auch Tippfehler. Das kann und darf vorkommen und gerade in sozialen Medien und den dazugehörigen Messenger-Diensten schreibe auch ich oft schneller als ich gegenlesen kann. Tippfehler hier und da sind also geschenkt. Mehr noch: Manch einem perfekt inszenierten Selbstdarsteller im Internet würden vielleicht ein paar Vertipper ganz gut tun – für den menschlichen Touch. Aber leider wirkt ein Verzicht auf Grammatik, korrekte Groß- und Kleinschreibung und Zeichensetzung in Businesstexten (wie der Webseite oder dem Newsletter) einfach oft laienhaft und unseriös. Im schlimmsten Fall wird Dir durch diesen unprofessionellen Auftritt dann auch gleich pauschal die Expertise abgesprochen und das wäre mehr als schade.

Was aber noch wichtiger ist: Für mich sind fehlerfreie Texte eine Form der Wertschätzung. Meine Art, Danke zu sagen. Denn ich weiß, dass Deine Zeit wertvoll ist und möchte sie nicht verschwenden. Und weil Du mir Deine Aufmerksamkeit schenkst, tue ich dasselbe für Dich. Indem ich meine Texte nochmals gegenlese, bevor ich sie Dir zumute. Das heißt nicht, dass ich nicht oft auch mal die Grammatikregeln ausser Kraft setze, um Texte lebendiger und spannender zu schreiben. Es heißt aber, dass ich mein Bestes tue, um Dir ein Ergebnis zu liefern, mit dem wir beide glücklich sind.
Und mal ehrlich, darum gehts doch eigentlich, oder?

Was Käsekuchen mit Deinem Onlinemarketing zu tun hat.

Wenn wir in unserem Tennisverein Freiwillige für ein Kuchenbuffet brauchen, dann nutze ich immer eine kleine, aber sehr feine Kommunikationsweisheit, um erst den Tisch und dann unsere Bäuche voll zu bekommen. Welche das ist und wie Du damit auch Deine Onlinetexte optimieren kannst? Here we go…

Die Gemeinheit mit der Allgemeinheit.

Nur wer Leute anspricht, kann Leute ansprechen. Ta-dah. Das ist alles. Die ganze Message dieses Blogbeitrags. Und sie klingt genauso einfach wie einleuchtend. In der Praxis allerdings tappen wir doch immer wieder oft in die Allgemeinheits-Falle. Was mich mit einem Schlag (hehe) wieder zu meinem Tennisclub bringt. Es ist zwar gerade weder die Zeit für Tennis, noch für Kuchenbuffets, aber was im TC Krauchenwies funktioniert, funktioniert für Deine Webseitentexte mindestens genauso gut. Also: Wenn ich für eine Tennisveranstaltung auf der Suche nach Freiwilligen bin, habe ich zwei Möglichkeiten. Möglichkeit Nummer 1: Ich schreibe eine WhatsApp in eine unserer Gruppen und frage die Mitglieder, wer einen Kuchen für nächsten Sonntag machen kann.
Ich brauche keine Glaskugel, um vorherzusagen, dass ich mit maximal 2 Antworten rechnen kann. Gut für die Figur, blöd fürs Buffet.


Die Chance auf Erfolg schwindet übrigens proportional zur Größe der Gruppe. Denn in einer großen Gruppe kann man als einzelne Person wunderbar in der Masse untertauchen – „ach, die Katrin fragt gerade alle 115 Leute. Da wird sich schon wer melden und bestimmt wird sie in Käsekuchen und Schlagsahne untergehen…“

Die Leserschaft als Gruppe? Gibts nur in Deinem Kopf.

Ganz genau so ist das mit Deinen Onlinetexten. Wenn Du mit ihnen etwas erreichen möchtest (und ich wette, das möchtest Du), dann ist es absolut nicht hilfreich, wenn Du Deinen Leser oder Deine Leserin in der Versenkung einer Gruppen-Ansprache verschwinden lässt.
Davon mal ganz abgesehen: Diese Gruppe, an die Du Dich wendest, existiert auf der anderen Seite Deines Textes gar nicht. Denn die Person, die Deine Webseite besucht, Deinen Blogbeitrag liest (Huhu, übrigens!) oder Dein Video ansieht, ist in den allermeisten Fällen in diesem Moment allein vor dem Rechner, Handy oder Tablet.
Und selbst wenn nicht: Wenn Du Dich in Deinem Text an alle und jeden richtest, kann sich niemand persönlich angesprochen fühlen. Das liegt in der Natur der Sache. Was lernen wir nun daraus? Wenn ich Käsekuchen oder einen Kartoffelsalat brauche, spreche ich einzelne Menschen direkt an. Ich frage sie einfach, ob sie für Sonntag einen Kuchen machen können. Nein sagen können sie ja dann immer noch. Tun sie aber in den meisten Fällen nicht, wenn ich lieb frage. Und hey, wenn es um Kuchen geht, kann ich ziemlich überzeugend sein.

Was denn nu: du oder Du?

Hurra: Du hast Dich dazu entschieden, mit Deinen Onlinetexten aus Fremden Freunde zu machen. Und möchtest deshalb Deine Kunden in spe gerne duzen. Gut, wir sagen also du. Oder doch Du? Wie ist das denn nun mit der Groß- und Kleinschreibung? Stimmt am Ende das Gerücht, dass nur alte Tanten noch Du sagen und schreiben?

Du ist eine Diva.

Na prima. Kaum haste Dich entschieden, dass Du als Selbstständige, Coach, Trainerin oder Unternehmer Deine Kunden im Internet duzen möchtest, stehst Du schon vor der nächsten Herausforderung. Beim Sie ist der Fall klar: Sie, und das dazugehörige Possessivpronomen Ihr und Ihre wird immer groß geschrieben. Fertig. Nächster, bitte.
So leicht kommen wir beim du dagegen nicht davon. Obwohl das kleine Biest ja immer so betont lässig daherkommt, ist es nämlich eigentlich eine ganz schöne Diva.
Eins vorweg: Wenn Du du durch die Bank kleinschreibst, machst Du damit nichts falsch. Wenn Du allerdings so aufmerksam und clever bist, wie ich vermute, dann hast Du schon bemerkt, dass ich das nicht tue.

Auf Du und du mit dem Kunden?

Warum? Auch wenn es grammatikalisch korrekt ist, wirken Du und du unterschiedlich auf Deine Leser. Probiere es einmal selbst an Dir aus. Überspitzt formuliert lässt sich das so zusammenfassen: Durch die Kleinschreibung schwindet auch der letzte Rest an höflicher Distanz. Ist ja auch klar: Der Gegenüber wird kleingemacht. Okay, das ist jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber wenn wir einen Text auch zwischen den Zeilen optimieren wollen, sind es genau solche Details, die einen Unterschied machen. Und schließlich empfiehlt sogar der Duden in der direkten Anrede und Ansprache weiterhin die Großschreibung. Und wer das Du im Namen hat, muss es ja wohl wissen, oder?

Das heißt: Richtest Du Dich in Deinem Text direkt an einen Leser (wie ich das ja unter anderem in meinen Kursen und Webinaren empfehle), dann darfst Du du groß schreiben. Ebenso übrigens in der analogen Welt z.B. in Geburtstagskarten oder Briefen. Für die geschäftliche Korrespondenz würde ich das sogar dringend empfehlen, weil es respektvoller wirkt als ein kleines du.

Ein Hoch auf alte Tanten

Entwarnung also für alle, die (wie eine Teilnehmerin meines Textkurses, die mir das neulich erzählt hat) auch irgendwo gehört haben, dass nur noch alte Leute das Du großschreiben. Zugegeben: Es mag vielleicht in unserer ach so informellen, digitalen Welt ein wenig oldschool daherkommen, aber ein bißchen alte Schule ist doch gar nicht so verkehrt. Solange wir am Ende eher bei Frank Sinatra als bei Tante Prusseliese landen. Denn mal ehrlich: Wenn’s um Wertschätzung und Respekt geht, bin ich gern mal ein bisschen altmodisch. Aber egal ob Du Deine Kunden siezen oder duzen willst und ob Du dabei die Anrede groß- oder kleinschreibst: Wichtig ist, dass Du Deinen Leser überhaupt direkt ansprichst. Denn sonst gibt es auch keinen Kuchen –aber das ist eine andere Geschichte, die ich Dir beim nächsten Mal erzähle.

Guter Vorsatz für 2021: Texte abspecken

Egal ob ich einen Blick in den Briefkasten, in meine Timeline oder in mein Mailpostfach werfe: Überall Tipps, Tricks und Mittelchen, um dem Weihnachtsspeck und den Lockdownkilos den Kampf anzusagen. Im Januar geht es nun mal traditionell dem überschüssigen Schwabbel an den Kragen. Im Supermarkt meines Vertrauens sind Lebkuchen, Marzipankartoffeln und Glühwein-Paletten von der Vernunft und der Abnehmindustrie eingeholt worden und machen jetzt Platz für Proteinriegel, Vitaminshakes und Gymnastikmatten.

Aber mal ehrlich: Ich finde, wir beide haben das ja gar nicht nötig. Weißt Du, wer stattdessen lieber abspecken sollte? Deine Texte. Und damit meine ich jetzt nicht, dass Du sie möglichst kurz halten sollst, das ist nämlich erwiesenermaßen Bullshit. (Im Gegenteil: Lange Blogartikel sind durchaus beliebt – wenn sie denn gut geschrieben sind und nicht langweilen. ) Alles, was Deine Texte aber nur unnötig aufbläht und beim Lesen automatische Gähnreflexe auslöst, darf und muss weg, bevor es Dein Leser ist.

Füllwörter sind wie Schokoriegel

Was ich mit aufblähenden Textelementen meine? Na, alles, was Deinen Text auseinandergehen lässt, ohne dabei eine Funktion zu erfüllen. Inhaltsleere Floskeln zum Beispiel sind wie Sodbrennen: braucht kein Mensch. Weil diese allgegenwärtigen Wörter und Sätze, die jeder nutzt, am Ende niemandem nutzen. Dazu gehören auch inflationär benutzte Adjektiv-Substantiv Kombinationen, die auf jeder zweiten Webseite auftauchen (und zwar ganz unabhängig von der Branche). Du möchtest ein Beispiel? Na gut, ausnahmsweise: dynamisches Team, innovatives Verfahren, exzellente Quali… halloooo, nicht wegnicken!
Und was ist mit den üblichen Verdächtigen, den Füllwörtern wie sozusagen, quasi und eigentlich? Für mich sind sie wie Schokoriegel: ab und zu okay, aber bitte in Maßen. Denn sonst bilden Füllwörter schnell eine unattraktive Fettschicht, die Deinen knackigen und unterhaltsamen Text komplett überdeckt. Außerdem schwächen sie sehr häufig Deine Position und damit auch Deinen Expertenstatus – denkst Du nicht vielleicht, dass ich eventuell damit ein klein wenig Recht haben könnte ;-)?

Laberrhabarber ist der neue Schwabbel

Dann wären da noch meine liebsten Lebens-Schwermacher beim Texten: Bloße Behauptungen ohne Beweise und damit ohne jede Relevanz. Sie machen Deine wichtige Botschaft zu bloßem Blabla und nehmen Deiner Aussage damit jede Kontur. Oder nimmst Du mir ab, dass ich die Königin über die sieben Textlande bin – einfach nur, weil ich das behaupte? Siehst Du. Da fehlen die Beweise. So ist das auch, wenn Du im Text von dem besten Angebot des Jahres oder Deiner Liebe zum Detail sprichst, ohne mir zu zeigen, worin diese genau besteht. In Texterkreisen nennen wir sowas Werbe-Blabla. Und in allen anderen Kreisen auch. Und Blabla will ja kein Mensch schreiben oder gar lesen, oder?

Also ran an den Speck und raus mit den tausendfach gehörten Behauptungen, Floskeln und schwabbeligen Füllwörtern. Das kannst Du besser. Und falls nicht, helfe ich Dir gerne dabei.

Weihnachts-Floskel Bingo

Wie feiern die guten alten Weihnachtsfloskeln

Uah, Floskeln. Diese austauschbaren, tausendfach gehörten Formulierungen, die jeder sagt und die deshalb so wenig sagen?
Ja! Denn was mir an 340 Tagen im Jahr als Texterin selbstverständlich ein Graus ist, gehört in der Weihnachtszeit dazu wie ein schokoladenverschmierter Kindermund. Weihnachtsfloskeln sind wie der Besuch der alten Großtante Gertrude: wohlig vertraut, latent nervig, aber dennoch liebenswert.
Und besonders in diesem Jahr auch: unheimlich wertvoll. Weil wir eben nicht mit Hinz & Kunz auf dem Weihnachtsmarkt smalltalken können. Weil uns Gertrude nicht, wie alle Jahre wieder, ihr viel zu hartes Früchtebrot kredenzt. Weil dieses Jahr viele dieser typischen Szenen und Sätze fehlen werden.
Deshalb lasst uns die guten alten Floskeln feiern: Ladet das Bingo herunter und wenn jemand in der Familie, in Zoom oder am Telefon einen der Sätze benutzt: freuen und abstreichen.
Und nicht vergessen ganz laut BINGOOO zu rufen. Vielleicht hört es ja Gertrude zuhause auf dem Sofa. Und wenn nicht, darf der Gewinner immerhin alle Weihnachtsplätzchen auf einmal essen.

Und danach machen wir alle Diät, is klar, oder?

Werbetexte, die keine sind.

Katrin & Katrin über Verkaufen und warum wir im modernen Onlinemarketing mit den traditionellen Methoden nicht mehr weiterkommen.

Katrin Hill ist die Facebook Marketing Expertin überhaupt. Katrin Schlegel ist naja, ihr wisst, wer ich bin. Man sollte nun meinen, dass ich Katrin Hill interviewt habe, denn wenn es darum geht, mehr Reichweite und Erfolg mit Hilfe von Facebook zu generieren, hat sie als führende Expertin wirklich unglaublich wertvollen Input im Gepäck. Diesmal geht es allerdings um mein Fachgebiet und um Onlinetexte. Genauer: um Texte, die zu einem veränderten Marketing und einem veränderten Bewusstsein bei unseren Lieblingskunden passen und auch dann verkaufen und erfolgreich sind, wenn eigentlich Niemand mehr Bock auf Werbung hat. Viel Spaß!

Verkoofe ist doof. Verkaufen nicht.

Danke auch, Donald!

Aus gegebenem US-Präsidentschaftswahl Anlass habe ich gestern im Auto mal wieder Radio gehört. Ihr wisst schon, das mit der Werbung zwischen den interessanten Beiträgen und Songs. Und um 14.57 Uhr wusste ich wieder, warum ich sonst lieber spotifye, Playlists höre und sogar die Paw Patrol Hörspiele meiner Kinder bevorzuge. Der Grund für den mentalen Brechreiz: Radiowerbung. (Und ich darf das sagen, ich hab selbst lange Radiowerbung gemacht. Aber sogar ich fühle mich von 90% der Spots belästigt.)
Ich lasse mich einfach nicht so gern von oben herab belehren, manipulieren, verführen oder langweilen. Mir sind die ach so innovativen, austauschbaren Blablaba Produkt-Merkmale schnurzegal. Ich schalte nicht das Radio ein, weil ich hoffe, dass mir jemand Sonderaktionen entgegenbrüllt.
Das Ding ist doch:

Wir leiden alle an Werbeunverträglichkeit.

Offline wie online. Kein Mensch denkt sich: Hey, jetzt geh ich mal auf Facebook und schau, ob mir da vielleicht irgendein Verkäufer was andrehen möchte. Oder: Mal sehen, ob ich bei google ein Unternehmen finde, dass mir aufzählt wie toll innovativ und exklusiv es ist.
Was wir stattdessen im Internet suchen? Antworten auf unsere Fragen, Lösungen für unsere Probleme, Austausch mit anderen, Faszinierendes und Inspirierendes. Wir wollen unterhalten werden – und uns unterhalten.

Sollen wir jetzt aufhören, Werbung zu machen?

Mein Creative Director bei Jung von Matt nannte diese Art der nervigen Reklame damals schon liebevoll abschätzig „Verkoofe“. Und Verkoofe verkauft heute nicht mehr.
Trotzdem sind wir nach wie vor auf starkes Onlinemarketing angewiesen, wenn wir unsere Dienstleistungen und Produkte bekannt machen und verkaufen wollen. Ja, es geht natürlich für uns Selbstständige, Unternehmer und Coaches immer noch ums Verkaufen. Nur die Art und Weise hat sich geändert.

Wir blenden nicht mehr mit absurden Versprechen. Wir überzeugen mit Expertise und Persönlichkeit. Auch das wird nicht immer allen gefallen. Aber es reicht ja auch, wenn es Deine Wunschkunden anspricht.

Und wenn Dich das angesprochen hat, dann freu ich mich über Daumen, Kommentare und den Austausch mit Dir.


Wie eine Playmobildisco Deine Kommunikation verbessert

Meine Tochter ist noch nicht in der Schule, aber oft deutlich schlauer als ich. 
Letzte Woche, zum Beispiel, habe ich sie dazu aufgefordert, endlich ihr Zimmer aufzuräumen. Meine Begründung: Da kann man ja überhaupt nicht mehr laufen! Woraufhin die Fünfjährige prompt konterte: „Mama, ich will da gar nicht laufen, ich will da spielen.“
Tja, der Punkt ging klar an Greta. Was war passiert? 
Ich hatte einen blöden Anfängerfehler gemacht und die falsche Botschaft kommuniziert. Meine Tochter aka Zielgruppe war es nämlich wurscht, ob sie in ihrem Zimmer laufen kann. Um es auf werbisch zu sagen: Das war kein echter Benefit! Und schon gar keiner, der eine direkte Handlung nach sich ziehen würde. 

Vielleicht hätte ich ihr sagen sollen, dass sie in einem aufgeräumten Zimmer eine riesen Tanzfläche für ihre Playmobilmännchen einrichten kann. Oder dass sie sich darin gleich viel wohler fühlen würde. Oder dass auf einen freigeräumten Tisch einfach mehr Kekse passen. Das wäre zielführender gewesen. Denn (Achtung, jetzt kommt meine Botschaft): Wer keine relevante Botschaft hat, wird sie auch nie erfolgreich für seine Ziele einsetzen können.

Hast Du auch eine Botschaft an mich? Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder schreib mir eine Email. Oder Du kommst in mein Live-Webinar am 07.12.2020 um 10 Uhr (Hier kannst Du Dich übrigens dazu anmelden: https://schreiberei.activehosted.com/f/5)

Egal wie und wo: Ich freu mich drauf. Ich räum sogar extra mein Desktop auf.

11 Jahre Texten in der Schreiberei

Heute vor elf Jahren hab ich mich gerade selbstständig gemacht.Was ich an Tag 2 meiner Freiberuflichkeit hatte: 5 Jahre Werbeagentur-Erfahrung in wirklich guten Häusern, einige Kontakte zu tollen Kollegen aus der Branche, ein Macbook, das ich einem Freund abgekauft habe und bei dem die C-Taste nicht funktionierte und eine Riesenangst davor, dass das alles doch keine so gute Idee war. Schließlich hatte ich meinen festen Job in einer Münchner Kreativagentur einfach so gekündigt und startete wieder bei Null.Heute, elf Jahre und viele tolle Kunden und erfolgreiche Projekte später, beginne ich nochmal neu und sitze mitten in den Vorbereitungen für mein Projekt Schreiberei 2.0.Aber immerhin funktionieren jetzt alle Tasten.

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