Was denn nu: du oder Du?

Hurra: Du hast Dich dazu entschieden, mit Deinen Onlinetexten aus Fremden Freunde zu machen. Und möchtest deshalb Deine Kunden in spe gerne duzen. Gut, wir sagen also du. Oder doch Du? Wie ist das denn nun mit der Groß- und Kleinschreibung? Stimmt am Ende das Gerücht, dass nur alte Tanten noch Du sagen und schreiben?

Du ist eine Diva.

Na prima. Kaum haste Dich entschieden, dass Du als Selbstständige, Coach, Trainerin oder Unternehmer Deine Kunden im Internet duzen möchtest, stehst Du schon vor der nächsten Herausforderung. Beim Sie ist der Fall klar: Sie, und das dazugehörige Possessivpronomen Ihr und Ihre wird immer groß geschrieben. Fertig. Nächster, bitte.
So leicht kommen wir beim du dagegen nicht davon. Obwohl das kleine Biest ja immer so betont lässig daherkommt, ist es nämlich eigentlich eine ganz schöne Diva.
Eins vorweg: Wenn Du du durch die Bank kleinschreibst, machst Du damit nichts falsch. Wenn Du allerdings so aufmerksam und clever bist, wie ich vermute, dann hast Du schon bemerkt, dass ich das nicht tue.

Auf Du und du mit dem Kunden?

Warum? Auch wenn es grammatikalisch korrekt ist, wirken Du und du unterschiedlich auf Deine Leser. Probiere es einmal selbst an Dir aus. Überspitzt formuliert lässt sich das so zusammenfassen: Durch die Kleinschreibung schwindet auch der letzte Rest an höflicher Distanz. Ist ja auch klar: Der Gegenüber wird kleingemacht. Okay, das ist jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber wenn wir einen Text auch zwischen den Zeilen optimieren wollen, sind es genau solche Details, die einen Unterschied machen. Und schließlich empfiehlt sogar der Duden in der direkten Anrede und Ansprache weiterhin die Großschreibung. Und wer das Du im Namen hat, muss es ja wohl wissen, oder?

Das heißt: Richtest Du Dich in Deinem Text direkt an einen Leser (wie ich das ja unter anderem in meinen Kursen und Webinaren empfehle), dann darfst Du du groß schreiben. Ebenso übrigens in der analogen Welt z.B. in Geburtstagskarten oder Briefen. Für die geschäftliche Korrespondenz würde ich das sogar dringend empfehlen, weil es respektvoller wirkt als ein kleines du.

Ein Hoch auf alte Tanten

Entwarnung also für alle, die (wie eine Teilnehmerin meines Textkurses, die mir das neulich erzählt hat) auch irgendwo gehört haben, dass nur noch alte Leute das Du großschreiben. Zugegeben: Es mag vielleicht in unserer ach so informellen, digitalen Welt ein wenig oldschool daherkommen, aber ein bißchen alte Schule ist doch gar nicht so verkehrt. Solange wir am Ende eher bei Frank Sinatra als bei Tante Prusseliese landen. Denn mal ehrlich: Wenn’s um Wertschätzung und Respekt geht, bin ich gern mal ein bisschen altmodisch. Aber egal ob Du Deine Kunden siezen oder duzen willst und ob Du dabei die Anrede groß- oder kleinschreibst: Wichtig ist, dass Du Deinen Leser überhaupt direkt ansprichst. Denn sonst gibt es auch keinen Kuchen –aber das ist eine andere Geschichte, die ich Dir beim nächsten Mal erzähle.

Guter Vorsatz für 2021: Texte abspecken

Egal ob ich einen Blick in den Briefkasten, in meine Timeline oder in mein Mailpostfach werfe: Überall Tipps, Tricks und Mittelchen, um dem Weihnachtsspeck und den Lockdownkilos den Kampf anzusagen. Im Januar geht es nun mal traditionell dem überschüssigen Schwabbel an den Kragen. Im Supermarkt meines Vertrauens sind Lebkuchen, Marzipankartoffeln und Glühwein-Paletten von der Vernunft und der Abnehmindustrie eingeholt worden und machen jetzt Platz für Proteinriegel, Vitaminshakes und Gymnastikmatten.

Aber mal ehrlich: Ich finde, wir beide haben das ja gar nicht nötig. Weißt Du, wer stattdessen lieber abspecken sollte? Deine Texte. Und damit meine ich jetzt nicht, dass Du sie möglichst kurz halten sollst, das ist nämlich erwiesenermaßen Bullshit. (Im Gegenteil: Lange Blogartikel sind durchaus beliebt – wenn sie denn gut geschrieben sind und nicht langweilen. ) Alles, was Deine Texte aber nur unnötig aufbläht und beim Lesen automatische Gähnreflexe auslöst, darf und muss weg, bevor es Dein Leser ist.

Füllwörter sind wie Schokoriegel

Was ich mit aufblähenden Textelementen meine? Na, alles, was Deinen Text auseinandergehen lässt, ohne dabei eine Funktion zu erfüllen. Inhaltsleere Floskeln zum Beispiel sind wie Sodbrennen: braucht kein Mensch. Weil diese allgegenwärtigen Wörter und Sätze, die jeder nutzt, am Ende niemandem nutzen. Dazu gehören auch inflationär benutzte Adjektiv-Substantiv Kombinationen, die auf jeder zweiten Webseite auftauchen (und zwar ganz unabhängig von der Branche). Du möchtest ein Beispiel? Na gut, ausnahmsweise: dynamisches Team, innovatives Verfahren, exzellente Quali… halloooo, nicht wegnicken!
Und was ist mit den üblichen Verdächtigen, den Füllwörtern wie sozusagen, quasi und eigentlich? Für mich sind sie wie Schokoriegel: ab und zu okay, aber bitte in Maßen. Denn sonst bilden Füllwörter schnell eine unattraktive Fettschicht, die Deinen knackigen und unterhaltsamen Text komplett überdeckt. Außerdem schwächen sie sehr häufig Deine Position und damit auch Deinen Expertenstatus – denkst Du nicht vielleicht, dass ich eventuell damit ein klein wenig Recht haben könnte ;-)?

Laberrhabarber ist der neue Schwabbel

Dann wären da noch meine liebsten Lebens-Schwermacher beim Texten: Bloße Behauptungen ohne Beweise und damit ohne jede Relevanz. Sie machen Deine wichtige Botschaft zu bloßem Blabla und nehmen Deiner Aussage damit jede Kontur. Oder nimmst Du mir ab, dass ich die Königin über die sieben Textlande bin – einfach nur, weil ich das behaupte? Siehst Du. Da fehlen die Beweise. So ist das auch, wenn Du im Text von dem besten Angebot des Jahres oder Deiner Liebe zum Detail sprichst, ohne mir zu zeigen, worin diese genau besteht. In Texterkreisen nennen wir sowas Werbe-Blabla. Und in allen anderen Kreisen auch. Und Blabla will ja kein Mensch schreiben oder gar lesen, oder?

Also ran an den Speck und raus mit den tausendfach gehörten Behauptungen, Floskeln und schwabbeligen Füllwörtern. Das kannst Du besser. Und falls nicht, helfe ich Dir gerne dabei.

Der nächste Termin, um Deine Texte fit für 2021 zu machen, ist am Freitag um 16 Uhr in meinem Webinar. Hier kannst Du Dich kostenlos anmelden: https://schreiberei.activehosted.com/f/5

Weihnachts-Floskel Bingo

Wie feiern die guten alten Weihnachtsfloskeln

Uah, Floskeln. Diese austauschbaren, tausendfach gehörten Formulierungen, die jeder sagt und die deshalb so wenig sagen?
Ja! Denn was mir an 340 Tagen im Jahr als Texterin selbstverständlich ein Graus ist, gehört in der Weihnachtszeit dazu wie ein schokoladenverschmierter Kindermund. Weihnachtsfloskeln sind wie der Besuch der alten Großtante Gertrude: wohlig vertraut, latent nervig, aber dennoch liebenswert.
Und besonders in diesem Jahr auch: unheimlich wertvoll. Weil wir eben nicht mit Hinz & Kunz auf dem Weihnachtsmarkt smalltalken können. Weil uns Gertrude nicht, wie alle Jahre wieder, ihr viel zu hartes Früchtebrot kredenzt. Weil dieses Jahr viele dieser typischen Szenen und Sätze fehlen werden.
Deshalb lasst uns die guten alten Floskeln feiern: Ladet das Bingo herunter und wenn jemand in der Familie, in Zoom oder am Telefon einen der Sätze benutzt: freuen und abstreichen.
Und nicht vergessen ganz laut BINGOOO zu rufen. Vielleicht hört es ja Gertrude zuhause auf dem Sofa. Und wenn nicht, darf der Gewinner immerhin alle Weihnachtsplätzchen auf einmal essen.

Und danach machen wir alle Diät, is klar, oder?

Werbetexte, die keine sind.

Katrin & Katrin über Verkaufen und warum wir im modernen Onlinemarketing mit den traditionellen Methoden nicht mehr weiterkommen.

Katrin Hill ist die Facebook Marketing Expertin überhaupt. Katrin Schlegel ist naja, ihr wisst, wer ich bin. Man sollte nun meinen, dass ich Katrin Hill interviewt habe, denn wenn es darum geht, mehr Reichweite und Erfolg mit Hilfe von Facebook zu generieren, hat sie als führende Expertin wirklich unglaublich wertvollen Input im Gepäck. Diesmal geht es allerdings um mein Fachgebiet und um Onlinetexte. Genauer: um Texte, die zu einem veränderten Marketing und einem veränderten Bewusstsein bei unseren Lieblingskunden passen und auch dann verkaufen und erfolgreich sind, wenn eigentlich Niemand mehr Bock auf Werbung hat. Viel Spaß!

Verkoofe ist doof. Verkaufen nicht.

Danke auch, Donald!

Aus gegebenem US-Präsidentschaftswahl Anlass habe ich gestern im Auto mal wieder Radio gehört. Ihr wisst schon, das mit der Werbung zwischen den interessanten Beiträgen und Songs. Und um 14.57 Uhr wusste ich wieder, warum ich sonst lieber spotifye, Playlists höre und sogar die Paw Patrol Hörspiele meiner Kinder bevorzuge. Der Grund für den mentalen Brechreiz: Radiowerbung. (Und ich darf das sagen, ich hab selbst lange Radiowerbung gemacht. Aber sogar ich fühle mich von 90% der Spots belästigt.)
Ich lasse mich einfach nicht so gern von oben herab belehren, manipulieren, verführen oder langweilen. Mir sind die ach so innovativen, austauschbaren Blablaba Produkt-Merkmale schnurzegal. Ich schalte nicht das Radio ein, weil ich hoffe, dass mir jemand Sonderaktionen entgegenbrüllt.
Das Ding ist doch:

Wir leiden alle an Werbeunverträglichkeit.

Offline wie online. Kein Mensch denkt sich: Hey, jetzt geh ich mal auf Facebook und schau, ob mir da vielleicht irgendein Verkäufer was andrehen möchte. Oder: Mal sehen, ob ich bei google ein Unternehmen finde, dass mir aufzählt wie toll innovativ und exklusiv es ist.
Was wir stattdessen im Internet suchen? Antworten auf unsere Fragen, Lösungen für unsere Probleme, Austausch mit anderen, Faszinierendes und Inspirierendes. Wir wollen unterhalten werden – und uns unterhalten.

Sollen wir jetzt aufhören, Werbung zu machen?

Mein Creative Director bei Jung von Matt nannte diese Art der nervigen Reklame damals schon liebevoll abschätzig „Verkoofe“. Und Verkoofe verkauft heute nicht mehr.
Trotzdem sind wir nach wie vor auf starkes Onlinemarketing angewiesen, wenn wir unsere Dienstleistungen und Produkte bekannt machen und verkaufen wollen. Ja, es geht natürlich für uns Selbstständige, Unternehmer und Coaches immer noch ums Verkaufen. Nur die Art und Weise hat sich geändert.

Wir blenden nicht mehr mit absurden Versprechen. Wir überzeugen mit Expertise und Persönlichkeit. Auch das wird nicht immer allen gefallen. Aber es reicht ja auch, wenn es Deine Wunschkunden anspricht.

Und wenn Dich das angesprochen hat, dann freu ich mich über Daumen, Kommentare und den Austausch mit Dir.


Wie eine Playmobildisco Deine Kommunikation verbessert

Meine Tochter ist noch nicht in der Schule, aber oft deutlich schlauer als ich. 
Letzte Woche, zum Beispiel, habe ich sie dazu aufgefordert, endlich ihr Zimmer aufzuräumen. Meine Begründung: Da kann man ja überhaupt nicht mehr laufen! Woraufhin die Fünfjährige prompt konterte: „Mama, ich will da gar nicht laufen, ich will da spielen.“
Tja, der Punkt ging klar an Greta. Was war passiert? 
Ich hatte einen blöden Anfängerfehler gemacht und die falsche Botschaft kommuniziert. Meine Tochter aka Zielgruppe war es nämlich wurscht, ob sie in ihrem Zimmer laufen kann. Um es auf werbisch zu sagen: Das war kein echter Benefit! Und schon gar keiner, der eine direkte Handlung nach sich ziehen würde. 

Vielleicht hätte ich ihr sagen sollen, dass sie in einem aufgeräumten Zimmer eine riesen Tanzfläche für ihre Playmobilmännchen einrichten kann. Oder dass sie sich darin gleich viel wohler fühlen würde. Oder dass auf einen freigeräumten Tisch einfach mehr Kekse passen. Das wäre zielführender gewesen. Denn (Achtung, jetzt kommt meine Botschaft): Wer keine relevante Botschaft hat, wird sie auch nie erfolgreich für seine Ziele einsetzen können.

Hast Du auch eine Botschaft an mich? Dann hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder schreib mir eine Email. Oder Du kommst in mein Live-Webinar am 07.12.2020 um 10 Uhr (Hier kannst Du Dich übrigens dazu anmelden: https://schreiberei.activehosted.com/f/5)

Egal wie und wo: Ich freu mich drauf. Ich räum sogar extra mein Desktop auf.

11 Jahre Texten in der Schreiberei

Heute vor elf Jahren hab ich mich gerade selbstständig gemacht.Was ich an Tag 2 meiner Freiberuflichkeit hatte: 5 Jahre Werbeagentur-Erfahrung in wirklich guten Häusern, einige Kontakte zu tollen Kollegen aus der Branche, ein Macbook, das ich einem Freund abgekauft habe und bei dem die C-Taste nicht funktionierte und eine Riesenangst davor, dass das alles doch keine so gute Idee war. Schließlich hatte ich meinen festen Job in einer Münchner Kreativagentur einfach so gekündigt und startete wieder bei Null.Heute, elf Jahre und viele tolle Kunden und erfolgreiche Projekte später, beginne ich nochmal neu und sitze mitten in den Vorbereitungen für mein Projekt Schreiberei 2.0.Aber immerhin funktionieren jetzt alle Tasten.

#schreiberei#jubiläum #selbstständigefrauen#selbstständig#coaches#textenheute#onlinetexte#contentclub#contenttexten#Werbetexte#webtexte

Was macht ein Werbetexter?

Was macht eigentlich ein Werbetexter so den ganzen lieben langen Tag? Während meine Oma nach 16 Jahren immer noch achselzuckend „irgendwas mit Werbung“ nuschelt und meine Nachbarn denken, ich betexte die wöchentlichen Netto-Wurfsendung, möchte ich dass ihr als meine weltbesten Blogbesucher nun die ganze ungeschminkte Wahrheit erfahrt. Nur echt in diesem Video:

Wo ein Highlight das Nächste jagt.

Es ist ja kein Geheimnis: Ich bin SCHOCKverliebt. Der Spülenhersteller aus Bayern zeigt seit Jahren wie es geht und mischt eine relativ bürgerlich-spießige Branche mit Farbe und Mut auf. Ich mag die Mischung aus Punk und Pioniergeist – und freue mich deshalb besonders, dass ich auch 2019 wieder das Highlightbook mitgestalten durfte. Anbei ein paar Impressionen aus der Broschüre.

Zeitlos schöne Wohnqualität? Lässt sich einrichten.

Ich glaube, ich sollte mal über einen Umzug an den Tegernsee nachdenken, denn so langsam habe ich da einen ganz schönen Kundenstamm zusammen. Falls ich umziehe, weiß ich auf jeden Fall schon, wer die Einrichtungsberatung machen kann. Und dank der brandneuen Webseite von Frau Leidecker wisst ihr das jetzt auch. Mehr unter http://www.leidecker-einrichtung.de